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Zu Zen:



Zu Zen

Z E N 

Zu Zen

Immer mehr Menschen erfahren, daß mit unserem Verständnis der Welt etwas nicht stimmen kann. Wir bemühen uns redlich, aber letztlich können wir erkennen, daß wir nicht absolut gut oder richtig handeln können.
Und hier scheiden sich die Geister.
Die einen entwickeln sich zurück und suchen Gemeinschaften, die ihnen eine gute Welt in ihrer Gemeinschaft vorgaukeln, in der alles in Ordnung ist.
Die anderen erfahren eine Krise und erleben dabei die Chance, sich weiter zu entwickeln.
Dies sind Erfahrungsmerkmale, die allen Menschen zugrundeliegen (H.Hesse).
Zen lehrt, daß es wichtig ist, sich immer weiter zu entwickeln, immer auf dem Weg zu sein.
„Wenn ich zum Augenblicke sage, verweile doch, du bist so schön, dann kannst getrost nachhause du mich tragen“ (Faust zu Mephisto).
Bisher haben die Menschen mit ihren rationalen Gedanken die Welt in ihrer Gesamtheit verstehen wollen. Aber selbst mit unseren Wissenschaften können wir sie nicht erfassen. Es bleibt immer etwas Unerklärliches übrig. Es ist das Leben selbst.
Wenn wir noch nicht in der Lage sind, Es zu leben, kann es passieren, daß wir neben einem leidenden Menschen stehen und ihm einen Vortrag halten, wie man einem leidenden Menschen hilft und und uns wegen unserer guten Werke von ihm bewundern lassen.
Oder wir sind im Gottesdienst und hören einem Vortrag zu, wie man Gott dient, wann aber findet der Vollzug statt?
Manche projezieren es auf ihr Rentenalter:“ Dann werde ich leben.“
Wir alle sehnen uns danach und laufen deshalb immer neuen Impulsen nach, nur um festzustellen, daß wir dann doch wieder etwas Neues brauchen, das unsere Sehnsucht stillt. Wir sind dabei, unseren Weg zu suchen. Wenn wir ihn nicht finden, endet unsere Suche immer in der Rastlosigkeit.
Zen bietet uns eine andere Form der Suche an.
Bei uns im Westen haben wir die Entwicklungsstufen der Menschheit postuliert: Sie laufen vom archaischen über das magische zum mytischen und entwickeln sich über das rationale zum transrationalen Bewußtsein. (Jean Gebser)
Viele sind im rationalen Bewußtsein steckengeblieben und wollen es ihrer Umwelt aufzwingen.
Hieraus erklärt sich das zwanghafte Festhalten an Modellen und Konzepten.
In der Religion z.B. möchte man z.B. eine personale (oder apersonale) Gestalt Gottes postulieren und lässt Gott nicht die Freiheit, sich zu zeigen, wie er wirklich ist, ganz individuell auf jeden abgestimmt, aber im Kern gleich.
Zen durchschaut die Modelle und Konzepte.
Durch die Übung erkennen wir, daß alle unsere Gedanken nur Träume und Schäume sind. Gleichzeitig nehmen wir sie aber ernst, weil wir ja als Menschen auf die Welt gekommen sind.
Wir lernen loszulassen, um uns zu entleeren (unsere Gedankenwellen kommen zur Ruhe). Aus dieser offenen Weite heraus lebt unser eigentliches Leben. Es ist der wahre Grund unserer Suche nach etwas Neuem. Es ist wie bei einem Teich. Wenn es auf dem Teich keine Wellen gibt, können wir auf den Grund schauen.
Im Zen gibt es nicht nur die Übung des stillen Sitzens, sondern auch Koans. Diese Beispiele, wie sie uns von den Meistern erzählt werden, klingen oft wie Rätsel und die Schüler müssen versuchen, hinter den Sinn zu kommen.
In einem Beispiel dreht Buddha eine Blume, da fängt sein Schüler Kashiapa an zu lächeln und Buddha beschließt, ihn zu seinem Nachfolger zu ernennen.
Wir fragen uns, warum tut er das? Aber dies kann nur erfahren werden, wenn man sich überhaupt keine Konzepte mehr über Kashiapa und Buddha macht und sie im Grunde ganz verschwinden.
Wären alle Menschen bereit, offene Weite zu leben, daß Gott ihnen so erscheinen kann, wie er wirklich ist, dann gäbe es zwischen den einzelnen Kulturen keine Unterschiede mehr im Gottesverständnis und es wären so keine Religionskriege mehr nötig.Man brauchte nichts mehr zu formulieren, denn man hat Es ja erfahren.
So könnte man alle Konfessionen so erhalten, wie sie sind und brauchte nichts zu vermischen.
Zen unterstützt deshalb alle Wege (z.B. Kontemplation), die dorthin führen.
Wir könnten dann wirklich leben ohne dauernd das Leben erklären zu müssen. So lässt sich der Sinn finden, nach dem wir schon immer suchen.
Vielleicht lässt es sich in dem Satz zusammenfassen: das Himmelreich existiert schon, aber die Menschen wollen darüber nur theoretisieren.
Und doch geht der Weg immer weiter.
Zen ist das Leben.
Zen hat eine lange 2500 Jahre alte Tradition in der Führung. Alles, was auf dem Weg vorkommen kann, liegt schon in der Erfahrung vor und kann Ihnen auf dem Weg ins Leben dienen. Dann werden wir vielleicht von außen her betrachtet nicht viel anders leben als jetzt.
Aber wenn Sie z.B. in der offenen weiten Natur sind, werden Sie nicht gleichzeitig über Ihre Sorgen grübeln, sondern voll die Natur genießen können. Vielleicht fliegt Ihnen ja dabei eine Intuition über die Lösung Ihrer Sorgen zu.

 


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